[DEU] Jim Morrison (1943 – 1971) and the Doors

[DEU] Jim Morrison (1943 – 1971) and the Doors
Schon in sehr jungen Jahren durchbricht Jim Morrison intellektuelle Grenzbereiche, vielleicht um ein besseres Land als die alten States of America zu entdecken. Er zieht dieses Verhalten durch sein ganzes Leben wie einen roten Faden, bis in unendliche Weiten diverser Drogenfilme hinein. Inspiriert von den Pforten der Wahrnehmung durch LSD, durchstreift Jim Morrison die Realität nicht nur in seinen Lyrics sehr intensiv und findet abgeschnitten von aller Vernunft, den Eingang in ein kurzes Leben.

Break on trough to the other side…

James Douglas Morrison wurde 1943 in Melbourne geboren. Die berufliche Laufbahn seines Vaters, ein Marineoffizier, bewegte die junge Familie oft zum Umziehen. Der karriereorientierte Vater stand der Familie mit 3 Kindern kaum zur Verfügung, höchstens im Befehlston.

The unknown soldier….

Er macht seine Abwesenheit seinem Erstgeborenen gegenüber wieder wett und beschenkt Jim mit Büchern. Schon bald taucht der kleine Jim in die Welt der Literatur und treibt in die Arme Ginsberg, Camus und Rimbaud. Mit 12 Jahren entdeckt Jim das eigene Schreiben und die bezaubernde Kunst, Einfluss auf Menschen durch Poesie zu nehmen. Man bescheinigt ihm einen IQ von 149.

Ein traumatisches Kindheitserlebnis spiegelt sich in späteren Songtexten und Gedichten wieder. Jim war gerade 4 Jahre alt, als er vom Auto aus einen tragischen Verkehrsunfall mit ansehen muss. Einige Indianer waren von einem Lkw erfasst worden und lagen nun blutüberströmt und sterbend auf dem Highway. Sein Vater fragt umherstehende, ob schon Hilfe gerufen wurde, fährt aber selbst von dem Unfallort weg. Jim fängt an bis ins hysterische zu protestieren, doch seine Eltern reden ihm ein, alles sei nur ein Traum gewesen. Später sagt Jim Morrison dazu aus, dass an diesem Ort die Geister der toten Indianer in seinen Kopf eingedrungen sind. Er fühlt sich Zeit seines Lebens mit einem großen Schamanengeist verbunden.

Jim Morrison entwickelt sich zu einem widersprüchlichen Charakter. Gleichzeitig ist er scheu wie auch provozierend. Immer wieder testet er gesellschaftliche Grenzen aus. In seinen Jugendjahren gelingt es niemanden, ihn in geordnete Bahnen zu erziehen. Literarisch öffnet er sich für die Welt des Abgründigen. Mystische Literatur über Hexen und Dämonie fesseln ihn. Zauberwelten und Illusionen geschaffen über diverse Medien faszinieren ihn. Nach dem College beginnt er das Studium der Theaterwissenschaft mit dem Schwerpunkt Film. Doch neben seinen gewagten Verhaltensweisen stempeln ihn auch seine markanten Filmchen zu einem auffälligen Studenten ab, und der verkannte Künstler verlässt sein Medium.

1965 nistet er sich in Venice ein, Kalifornien. Direkt am Meer lagert sich hier das derzeitige Kunst- und Drogenmekka. Jim Morrison lebt auf dem Dach eines Hauses und gibt sich unter offenem Sternenhimmel seinen Visionen hin.

Waiting for the sun…

Halluzinogene Drogen begleiten ihn auf seinen Reisen. Ganz Amerika erlebt in dem Jahrzehnt einen gesellschaftlichen Aufbruch. Viele Menschen wünschen sich das eine neue Welt aufgeht. Die Geburtsstunde der Hippiebewegung ist gekommen. Irgendwo zwischen diesen Wehen trifft Jim Morrison mit seinen erleuchteten Texten auf Ray Manzarek, der sofort begeistert ist und den jungen Dachpoeten motiviert, mit ihm als Organisten eine Band zu gründen. Gitarrist Robby Krieger und Drummer John Densmore kennt man aus einem Kurs für transzendentale Meditation. ,The Doors’ finden sich. Als Musiker wollen sie Werkzeug sein, um die begrenzte Wahrnehmung der Realität zu durchbrechen. Fieberhaft kommen erste Proben zustande, sogar eine Demoplatte wird produziert, doch der erhoffte Erfolg bleibt erst mal aus. Stattdessen lernt Jim Morrison seine zukünftige Frau kennen, Pamela Courson.

Come on baby light my fire….

1966 kommt es endlich zu ersten Angagements der Band in angesagten Clubs, und der Bekanntheitsgrad der Doors entwickelt sich wie ein Lauffeuer. Nach dem „London Fog” lichtet sich ihre Zukunft schliesslich im „Whiskey-a-Go-Go”, wo die Band von dem Chef der Plattenfirma Elektra entdeckt wird. Sie produzieren in ein paar Tagen eine gekonnte Platte, die im März 1967 die US-Hitparade erstürmt.

Riders on the storm……

Kritiker bezeichnen den neuen Sound als surreal und wütend, als psychedelisch und exorzistisch. Alkohol- und Drogenexzesse finden auf der Bühne statt. Morrison visioniert live vor seinem Publikum und vollführt ganze Schamanentänze. In Höhepunkten wirkt er wie ein Mensch, der böse Geister durch sich channeln lässt, von schlechten Mächten geborgen. Die Leute sind entweder entsetzt, oder lassen sich in eine Euphorie anstecken. Der eigentlich schüchterne Poet, wird bekannt als der Engel der Zerstörung, Sexgott und Wizard King.

The Doors versprühen neuartige Funken in das Bewusstsein der Amerikaner und entzünden das Land mit erfolgreichen Tourneen. Nach dem 3. Album fängt auch Europa Feuer. Morrison versammelt alle Rocklegenden um sich, zu noch legendäreren Saufgelagen. Er befindet sich auf den Gipfel der Rockgeschichte. Doch er fühlt, dass er sich immer weiter von seiner ursprünglichen Vision entfernt. Der ganze Starruhm lässt erste Gedanken über ein bitteres Showgeschäft zu. Gebiert einen vermarkteten Jim Morrison. Nicht seine Kunst, nicht sinnlicher Rock und intelligente Poesie sind bejubelt, sondern Sexappeal und Leder. Nur wenige wussten, dass Morrison wegen starken Alkoholkonsum unter Impotenz litt. Er beginnt, sein Publikum zu verachten, spielt mit der Masse und ihren Reaktionen. Brachte die Leute dazu, sich auszuziehen oder die Bühne zu stürmen und stellt sie wie dumme Schafe zur Schau. Demonstrativ holt er auf einem Konzert 1969 sein Geschlechtsteil heraus und deutet eine Selbstbefriedigung an. Es kommt zu einem Prozess.

Morrison flüchtet vor dem Starrummel und folgt seiner Frau, die sich in Paris abgesetzt hatte. Er gönnt sich ein künstlerisches Freisemester.

Morrison hotel…

Doch auf der Suche nach neuer Inspiration wird sein Bauch fetter und sein Bart länger, denn es findet sich kein geeignetes Medium außerhalb der Gesellschaft. Er chauffiert seine neusten Werke lieber in einer Plastiktüte durch die Gegend, hängt in den Clubs rum und ist wie seine Frau auf Heroin.

1971 wird er tot in dem Badezimmer seines Appartements aufgefunden. Er wurde 27 Jahre alt. Seine Frau sagt aus, sie beide hätten sich abends einen Film zusammen angeschaut und wären dann schlafen gegangen. Nachts wachte Jim auf, fühlte sich krank und ging ins Bad. Morgens lag er tot in der Badewanne.

Is this the end?

2007 gesteht der damalige Pariser Clubbesitzer vom ‘rock and roll circus’, dass Jim mit einer Überdosis Heroin auf der Toilette gefunden worden ist und nach Hause getragen wurde. Klo oder Badewanne?

Yes the river knows…
Heute ist sein Grab in Paris ein Wallfahrtsort für Fans aus der ganzen Welt. Sie huldigen die Grabstätte noch heute mit Joints, Blumen, Kerzen und hingeschmierten Messages.

Touch me babe.

Die Öffnungszeiten des Cimtiere du Pere Lachaise sind allerdings sehr begrenzt.
Angesichts des dramatischen Endes dieses begabten jungen Menschen, stellt sich die Frage, was Jim Morrison eigentlich wirklich gelebt hat. Er sucht sein ganzes Leben einen Kontakt über die normale Wahrnehmung hinaus….

Ich möchte euch erzählen vom Schmerz
Und vom Verlust Gottes
Umherirrend, irrend durch die hoffnungslose Nacht
Hier draußen im Grenzbereich gibt es keine Sterne
Hier draußen sind wir gesteinigt
stoned… unbefleckt.

(Jim Morrison)

…. und scheitert. Echtes Leben, absolute Wahrheit, und grenzenlose Liebe findet man nur bei Jesus Christus, dem Sohn Gottes.

Waiting for the son???

„Glaubt mir, ich selbst bin die Tür. Alle, die sich vor mir als eure Hirten ausgaben, waren Diebe und Räuber. Aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich allein bin die Tür. Wer durch mich zu meiner Herde kommt, der wird gerettet werden. Er kann durch diese Tür ein und ausgehen, und er wird saftige grüne Weiden finden. Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe allen, die zu mir gehören, das Leben – und dies im Überfluss.”
(Jesus in Johannes 10, 7 –10)

fonte http://www.soulsaver.it



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